Safe Sport beim BTV: Gemeinsam für einen sicheren Sport
Ein sicherer und respektvoller Sport ist unser aller Aufgabe. Mit verschiedenen Maßnahmen setzt sich der Bayerische Turnverband e. V. dafür ein, Safe Sport im Trainings- und Veranstaltungsalltag sichtbar und praktisch umzusetzen.
Dazu gehören klare Verhaltensregeln ebenso wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Foto- und Videoaufnahmen.
Merkblatt für Foto- und Videoaufnahmen
Das Safe Sport Merkblatt für Foto- und Videoaufnahmen unterstützt Vereine und Veranstaltende dabei, Foto- und Videoaufnahmen verantwortungsvoll zu planen und umzusetzen. Dabei werden insbesondere die Themen Safe Sport, Datenschutz und Persönlichkeitsrechte berücksichtigt.
Das Merkblatt gibt Orientierung für alle, die bei Veranstaltungen fotografieren oder filmen – von Vereinsfotografierenden über Pressevertretende bis hin zu Veranstaltungsleitungen.
Im Mittelpunkt steht dabei der Schutz der abgebildeten Personen und die Achtung ihrer persönlichen Grenzen. Foto- und Videoaufnahmen sollen respektvoll erfolgen und dürfen niemanden bloßstellen oder in unangemessenen Situationen zeigen. Besonders sensible Bereiche wie Umkleiden und Sanitäranlagen sind selbstverständlich von Aufnahmen ausgenommen.
Das aktuelle Merkblatt steht als Plakat zur Verfügung. Ergänzend gibt es dazu einen Flyer sowie ein eigenes Plakat für sensible Bereiche, beispielsweise Umkleiden und Sanitäranlagen.
Die Materialien werden künftig auch in den Veranstaltungs- und Wettkampfpaketen sowie hier auf der BTV-Webseite bereitgestellt.
Verhaltensregeln sichtbar machen
Ein weiterer Baustein ist das Safe-Sport-Verhaltensplakat des Deutschen Turner-Bundes (DTB). Unter dem Titel „Unsere Verhaltensregeln“ macht es konkrete Rechte, Pflichten und Grenzen im Sport sichtbar.
Das Plakat zeigt unter anderem, welche Rechte Sportlerinnen und Sportler haben – beispielsweise fair und respektvoll behandelt zu werden, sich sicher und wohlzufühlen, Nein sagen zu dürfen und bei Problemen Unterstützung zu erhalten. Gleichzeitig werden Pflichten im Miteinander benannt. Auch für Trainerinnen und Trainer werden Rechte und Pflichten aufgezeigt und klare Grenzen formuliert, etwa dass Sportlerinnen und Sportler nicht zu Übungen gezwungen, gegen ihren Willen berührt oder bloßgestellt werden dürfen.
Wir freuen uns über jeden Verein, der das Plakat gut sichtbar im Vereins- und Trainingsumfeld oder bei Wettkämpfen anbringt und damit ein sichtbares Zeichen für Safe Sport setzt.
Unter folgendem Link DTB-Verhaltensregelplakat kann man sich das Plakat kostenlos bestellen.
Auch in sensiblen Bereichen: klare Regeln setzen
Safe Sport bedeutet auch, besonders geschützte Bereiche in den Blick zu nehmen. Deshalb wird es zusätzlich einen eigenen Aushang für Umkleiden und Sanitärbereiche geben.
Der Aushang soll direkt vor Ort darauf aufmerksam machen, dass diese Bereiche besonderen Schutz genießen und Foto- und Videoaufnahmen dort nicht gestattet sind.
Damit werden die Safe-Sport-Grundsätze nicht nur in Vereinsräumen, Trainingsstätten und Wettkämpfen sichtbar, sondern auch dort, wo klare und verständliche Hinweise besonders wichtig sind.
Nächster Schritt in den Herbst hinein: Medienakkreditierung
Auch für die Presse- und Medienarbeit arbeitet der BTV aktuell an einem Akkreditierungsprozess für Medienvertretende.
Künftig sollen Medienvertretende im Rahmen der Akkreditierung unter anderem die geltenden Medienrichtlinien, Datenschutzhinweise und das Merkblatt für Foto- und Videoaufnahmen bestätigen.
Damit sollen die Anforderungen an eine verantwortungsvolle Berichterstattung bereits vor einer Veranstaltung transparent gemacht werden. Gleichzeitig schafft der Prozess klare Rahmenbedingungen für Medienvertretende und Veranstaltende.
Safe Sport gemeinsam umsetzen
Mit den verschiedenen Materialien und Maßnahmen möchte der BTV dazu beitragen, Safe Sport im Alltag sichtbar und selbstverständlich zu machen.
Denn ein sicherer Sport entsteht nicht allein durch Regeln und Materialien. Entscheidend ist, dass wir hinsehen, Grenzen respektieren, Verantwortung übernehmen und miteinander im Gespräch bleiben.
Jeder kann dazu beitragen, eine Kultur zu schaffen, in der sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene sicher und respektiert fühlen.